TEIL 3: China-Kabelbaum meets Japanstecker..
Schaltpläne, Kabelbinder, Schrumpfschlauch und unkonventionelle Zündschlosslösungen.
 

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Ende Januar 2006
Der Wave-Kabelbaum war leider viel zu lang für eine Monkey, brachte aber CDI, Regler, Blinkrelais und Zündspule in HONDA-Qualität mit. Die Lösung war ein Replika-Kabelbaum von JingCheng, weil hier auch alle benötigten Leitungen schon vorbereitet waren.
Eine Kiste Japanstecker von LOUIS nebst passender Crimpzange gekauft und anschließend ein Wochenende zum Jörg gefahren, der mir in einer mehrstündigen Operation Anschauungsunterricht gab: Chinastecker (überwiegend) ab, Japanstecker drangecrimpt. Kabelfarben ausgepiept und die Verbindung der NICE-Lenkerarmatur (Licht, Hi/Lo, Hupe, Blinker) an den Replika-Kabelbaum hergestellt.
Und das ganze Kabelgedöns muss dann noch durch das kleine Loch hinten im Lampengehäuse... Dann das nächste Problem: Der H4-Einsatz stößt mit seinem dicken Stecker an die Tachowelle. Also: Stecker ab, Flachstecker auf die Fassung der H4-Lampe, diese ein gutes Stück auseinander gebogen, passt. Die Tachowelle der Monkey entpuppte sich bei dieser Gelegenheit auch gleich als zu kurz für die neue Gabel - also gleich mal eine neue Tachowelle (Dax) bestellt. Dazu gleich noch die Feder, die den Tacho im Lampengehäuse hält.
CDI, Regler, Blinkrelais - alles beim WAVE dabei - und passt.
Regler und CDI auf dem Rahmen
unter dem Sitz befestigt
Da ich wegen des Vergasers am Rahmen unter dem Tank kein Zündschloss verbauen wollte und die verwendete A bzw. J1-Lampe keine Aufnahme für ein Zündschloss hat, musste eine Alternative gefunden werden. Die Lösung: Aus der Lampe heraus werden die 4 Leitungen für das Zündschloss - in Schrumpfschlauch eingeschweißt -  zurückgeführt bis ins Rahmendreieck hinter den Seitendeckeln.
Auf mit Blitz gemachten Fotos sehen solche polierten oder Aluteile immer irgendwie verkratzt und fleckig aus....
Der rechte Seitendeckel (aus Aluminium, von G-Craft) erhält eine passende Bohrung und nimmt ein neues Zündschloß von der 12Volt-Dax auf.
... mit schönen HONDA-Schlüsseln  :-)
In Verbindung mit einer NICE-Fußrastenanlage passt der normale Fußbremshebel nicht - dieser ist durch die Geometrie der NICE-Fußrastenanlage zu kurz und müsste außerdem erheblich weiter nach außen gebogen werden. Also wurde probeweise ein China-Hebel geopfert und in einem netten kleinen Metallbaubetrieb in der Nähe von Münster verlängert, gebogen und angepasst. Das Ergebnis sieht man links. Oben ein Original Honda-Hebel, unten der angepasste. Ein wenig gebogen werden muss er noch und dann neu verchromt.

 

 

Das gleiche Spiel gleich noch einmal - da ich nicht sicher war, ob angesichts der Dicke des "runden" Hebels diese Aktion  überhaupt machbar war, habe ich das ganze vorher gleich mit einem flachen Hebel - hier von einer chinesischen Cross-Monkey - ausprobiert. Auch dieser Hebel wurde ein gutes Stück verlängert, da er sonst durch die erheblichem Biegeradien deutlich zu kurz wäre. 
Hier noch mal der Cross-Bremshebel - schon sauber verlängert, aber noch nicht passend gebogen. Wird danach noch schön verchromt.

An dieser Stelle ein dickes Dankeschön an "Dottore" Martin Weyer, der mir - als ich in den IG-Kleinanzeigen nach so einem Hebel gesucht habe - "einfach mal eben so" diesen Hebel geschickt hat und partout nichts dafür haben wollte...

Wenn beide Hebel passend gebogen und verchromt sind, werde ich entscheiden, welchen ich verbaue.

 

 

 

Und immer mal wieder alles lose zusammenstecken und schauen, ob und wo es hakt. Der Aufkleber auf dem Auspuff kommt natürlich noch ab, genau wie die Schutzfolie auf dem Auspuffhalter...
Der Verlauf des Auspuffs ist o.k.
So ist genug Platz und Abstand für das Zündschloss im Alu-Seitendeckel - schließlich will ich mir später nicht ständig die Pfoten verbrennen.

Wie gesagt, einiges fehlt noch: Tachowelle, Blinker, Fußrastengummis und eine Handvoll Kleinteile.
Aber das Ziel ist in Sichtweite....!

   
Anfang März:
Batteriehalter Marke Eigenbau. Aus 3mm Flach-Aluminium, lackiert, innen zum Schutz des Batteriegehäuses mit Moosgummi bezogen.

Dass das Ding so schief aussieht, ist Absicht - ich bin nicht zu blöd, ein wenig Alu gerade zu biegen. :-)
Die "Befestigungspunkte" am Rahmen und die notwendige Position unter dem Seitendeckel geben diese Form vor. 

Im montierten Zustand sieht das dann so aus. Befestigungspunkte oben am Rahmen an der Schraube für die Sitzbank, unten am unteren Halteblech für den Seitendeckel. Zusätzlich gesichert durch lösbare Kabelbinder. Hält und wackelt nicht.
   
Mit dem 25mm Forstnerbohrer lässt sich problemlos ein sauberes Loch für das Dax-Zündschloss in den Alu-Seitendeckel bohren....
...anschließend kann das Zündschloss im Deckel eingebaut werden. Die mitgelieferten Abstandshalter des G-Craft-Deckels sorgen dafür, dass auch das Zündschlosss genug Abstand zum Rahmen hat. Ausreichender Abstand zum Auspuff ist auch sichergestellt.
   

 

März 06
Natürlich geht auch so einiges schief, so ganz frustfrei verläuft der Spaß absolut  nicht. Beim Versuch die Länge des mit dem KITACO-Gasgriff gelieferten Gaszuges an den Vergaser anzupassen, habe ich bei der Demontage den Gasgriff mal eben ruiniert. Also muss noch schnell  ein neuer her.

Kauft Euch bloß keine Alu-gefrästen Bremshebel (hinten an der Trommelbremse) von POSH. Sehen zwar nett aus, ist aber nach meinen Erfahrungen der letzte Sch... Die Verzahnung ist so unterirdisch, dass der Hebel erstmal nur mit roher Gewalt auf die Welle geklemmt werden kann, wackelt dann aufgrund der miesen Verzahnungsqualität immer noch. Also: Bereut und zu einem Original Honda-Teil zurückgekehrt. :-)

Fußrastengummis (J1 !) sind eingetroffen und montiert, Dax-Tachowelle ist auch da und nun auch lang genug.

 

Bedingt durch die Geometrie des G-Craft-Deckels musste der Gorillatank an seinem hinteren Befestigungspunkt mit einem gedrehten Distanzstück 10mm höher gesetzt werden (links im unteren Foto). Davon sieht man hinterher aber nix.

Zur Zeit ist eine "normale" Monkey-Fußrastenanlage unter dem WAVE - was allerdings nur passt, wenn mittels Unterlegscheiben oder gedrehten Hülsen (siehe Bilder) ca. 9mm Abstand zum Motor gehalten werden.

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  © Michael Kugler 2006